Die wöchentliche ETF-Pflichtlektüre für Institutionelle, Privatanleger und Emittenten

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Alle Exchange Traded Funds (ETFs) mit Handel an der SIX Swiss Exchange
Zürich, 2. März 2009, Nr. 5
 Ausgabe für die Schweiz
Erscheinungsweise: wöchentlich / kostenlos
www.youquant.com

Sehr geehrte Damen und Herren

Das sind die Themen heute:

1. ETF-Boom lockt neue Anbieter
2.
ETFs lassen Fondsmanager alt aussehen
3. Die fünf best performenden ETFs in Zürich
4. Die fünf meistgesuchten ETFs in Zürich
5.
Der Wendepunkt ist nicht mehr weit
6.
Billiges Öl ist bald Geschichte
7.
Die Schwellenländer kommen wieder
8. Buch-Tipp: „Swiss Banking – wie weiter?“

1. ETF-Boom lockt neue Anbieter

Bisher ist der europäische ETF-Markt unter drei grossen Anbietern verteilt. Spitzenreiter ist Barclays vor Lyxor und der Deutschen Bank, die Zug um Zug Boden gutmacht.

Der Rest verteilt sich auf mehr als zwei Dutzend kleinere Teilnehmer. Einige dieser Adressen lassen aufhorchen, insbesondere wegen ihrer besonders tiefen Gebühren.

Nun kommt der Markt noch mehr in Bewegung, wie im „Handelsblatt“ zu lesen ist: Sehr konkret sind die Pläne beim viertgrössten europäischen und etwas über 4 Mrd. Euro schweren Anbieter Credit Suisse. Etwa zur Jahresmitte will die Schweizer Grossbank in vielen europäischen Ländern ETF-Produkte zulassen.

Die Nummer elf im europäischen ETF-Markt, Crédit Agricole, wird ebenfalls offensiv. „Bis zum Jahresende wollen wir die Produktpalette von 24 auf über 70 erweitern“, sagte Deutschland-Leiter Hubert Dänner dem „Handelsblatt“.

Und dann gibt es noch einige prominente amerikanische ETF-Adressen, die offenbar auch bald in Europa mitmischen wollen. Profitieren von all diesen Aktivitäten werden die Anleger und das ist gut so.

Autor: Redaktion YouQuant®



2. ETFs lassen Fondsmanager alt aussehen

2008 war eines der schlechtesten Jahre der Börsengeschichte. Noch schlechter war das Jahr aber für das Gros der aktiv verwalteten Aktienfonds, wie Morningstar berichtet.

Die renommierte Fonds-Ratingfirma Morningstar hat für 2008 wieder eine Rangliste für Deutschland-Aktienfonds durchgeführt. Dabei wurde das Abschneiden (Performance) von Fonds verglichen, die ausschliesslich in deutsche Aktien investieren.

Wie die „Financial Times“ berichtet und von „BörseGo.de“ zusammengefasst, hat ein ETF auf deutsche Aktien, nämlich der iShares DAX von Barclays die meisten Fonds geschlagen. Dieser ETF hatte ein weitaus besseres Risiko-Ertrags-Verhältnis als die meisten aktiv verwalteten Konkurrenten und das zu deutlich niedrigeren Kosten.

Voller ETFs

Die Rangliste wäre voller passiver Indexfonds, wären vergleichbare Fonds von Lyxor, der Deutschen Bank, der Commerzbank oder von ETFlab ebenfalls schon seit mehr als drei Jahren auf dem Markt – und damit für das Morningstar-Rating zugelassen. Nur die junge Geschichte der Anlageklasse ETF verhinderte eine noch deutlichere Niederlage für die traditionellen Fonds.

Es ist davon auszugehen, dass eine Rangliste für Fonds in der Schweiz auf den Schweizer Aktienindex SMI ein ähnliches Bild abgeben würde.

Autor: Redaktion YouQuant®


3. Die fünf best performenden ETFs in Zürich

Alle an der SIX Swiss Exchange notierten ETFs. Periode: 16.02.09 - 20.02.09

Rangliste
Rang  Name Emittent Währung¹ Performance²
1.  Lyxor ETF Commodities CRB Lyxor USD 1.50%
2.  UBS-ETF FTSE 100 UBS ETF GBP 0.77%
3.  UBS-ETF MSCI Japan UBS ETF JPY 0.57%
4.  UBS-ETF MSCI Japan I UBS ETF JPY 0.57%
5.  UBS-ETF DJ Euro Stoxx 50 UBS ETF EUR 0.50%
Quelle: www.fundexplorer.ch 1. Fondwährung  2. Net Asset Value (NAV) in Fondwährung

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4. Die fünf meistgesuchten ETFs in Zürich

Alle an der SIX Swiss Exchange notierten ETFs. Periode: 16.02.09 - 20.02.09

Rangliste
Rang¹ Name Emittent Währung² TER³
1.  Julius Bär Physical Gold Fund (EUR) A Julius Bär EUR 0.40%
2.  ZKB Gold ETF (CHF) Zürcher Kantonalbank CHF 0.40%
3.  ZKB Gold ETF (EUR) Zürcher Kantonalbank EUR 0.40%
4.  db x-trackers ShortDAX ETF Deutsche Bank EUR 0.40%
5.  db x-trackers DJ Euro Stoxx 50 Short ETF Deutsche Bank EUR 0.40%
Quelle: www.fundexplorer.ch 1. Klicks auf www.fundexplorer.ch  2. Fondwährung  3. TER = Total Expense Ratio

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5. Der Wendepunkt ist nicht mehr weit

Das lässt aufhorchen, wenn der Wert von PetroChina Co. grösser ist als die Summe aller 24 US-Banken, die im KBW Bank Index vertreten sind.

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6. Billiges Öl ist bald Geschichte

Die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris prognostiziert bald wieder deutlich höhere Ölpreise. Sie ist damit nicht alleine. Laut Experten wären Preise pro Barrel (159 Liter) bis zu 200 US-Dollar keine Überraschung.

Tatsache ist, die Ölmultis stoppen wegen des aktuell niedrigen Ölpreises (Bild 1) dringend notwendige Investitionen in Förderprojekte. Und Banken zögern bei Kreditvergaben.

Das könnte sich rächen, wenn die aktuelle Rezession ausläuft. „Wenn die Nachfrage (nach Öl) wieder anzieht, könnte es zu einem Versorgungsengpass kommen. Wir prophezeien sogar, dass dieser Engpass 2013 eintreten könnte“, sagte IEA-Direktor Nobuo Tanaka der „Süddeutschen Zeitung“.

Mit dieser Voraussage ist Tanaka nicht alleine. Auch andere Experten sagen voraus, dass weltweit die Wirtschaft und damit die Öl-Nachfrage 2010 wieder anspringen. Bei einem Engpass würde der Ölpreis explodieren und laut Studien den bisherigen Höchststand vom Sommer 2008 noch übertreffen und bis zu 200 US-Dollar pro Barrel erreichen.

Wer auch bullish auf den Ölpreis ist, sollte sich den CRB Total Return Index anschauen. Er setzt sich aus 19 verschiedenen Rohstoffen zusammen. Spannend: Öl ist mit über 20% gewichtet.

So können Sie dabei sein: Lyxor offeriert einen ETF auf diesen Index mit Handel in Frankfurt (in Euro), der gleiche Fonds notiert in Zürich in US-Dollar.

Beachten Sie dabei immer Ihre Risikoneigung und eine breite Diversifikation.

Autor: Redaktion YouQuant®


7. Die Schwellenländer kommen wieder

Die Schwellenländer oder auch Emerging Markets genannt, werden als die „aufstrebenden Länder“ bezeichnet. Ein besonderes Merkmal, warum Länder wie China, Russland oder Indien dazu zählen, sind überproportionale Wachstumsraten der Wirtschaft.

Wachstumsraten, die teilweise auf Jahresbasis im zweistelligen Prozentbereich liegen. Im Oktober 2007 erreichte der Boom der Schwellenländer erst einmal seinen bisherigen Höhepunkt und aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise haben sich seitdem die Wachstumsraten wieder deutlich reduziert. Dies spiegelt sich auch entsprechend in den Aktienkursen wieder, die seitdem teilweise um mehr als 70% abgeben mussten.

Mit Stimulierungspaketen in der Grössenordnung von mehreren hundert Milliarden US-Dollar gehen Länder wie China aktiv gegen die Wirtschaftskrise vor. Eine Frage der Zeit, bis wir daraus positive Resultate an der Wirtschafts- und Aktienfront der einzelnen Schwellenländer sehen werden. Die „Ampeln“ stehen auf grün: Unsere zehn Gurus sind für die ETFs MSCI Emerging Markets jedenfalls bullish gestimmt.

Autor: Dominique Braun, London
(Beirat ICN Trust Finance AG, Zürich/YouQuant®)


8. Buch-Tipp: „Swiss Banking – wie weiter?“

Buch

Im Verlag Neue Zürcher Zeitung ist jüngst ein 240 Seiten starkes Buch erschienen mit dem Titel „Swiss Banking – wie weiter?“. Geschrieben haben es zwei Insider der Szene, der Journalist Claude Baumann und der Banker Werner E. Rutsch. Ein zentrales Thema darin ist die zunehmende Amerikanisierung im Schweizer Bankwesen. Sie veränderte das Geschäftsgebaren und das Risikobewusstsein erheblich.

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Wünsche Ihnen eine gute Woche.

Beste Grüsse aus Zürich!

Thomas J. Caduff
Chefredaktor

„Der Instinkt für den Erfolg ist der Instinkt für
das Wesentliche.“

(Sigmund Graff)


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nach freiem Ermessen an alle interessierten Personen weitergeleitet werden darf.

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Redaktion: Thomas J. Caduff (Chefredaktor), Ardiana Hajdari, Tiziana Rohrer; Beirat: Dominique Braun, Nimal B. Jayasinghe, lic. rer. pol. Jürg Sigerist, Robert Torkelund

Kostenloser Bezug: www.youquant.com; Erscheinungsweise: wöchentlich; Versand: E-Mail, HTML

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