[2010.07.19] ETFs: Wirtschaftswunderland Deutschland
„Das ist eine Wahnsinnszahl“, sagte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. „Das sind bombige Zahlen, unglaublich, was da abgeht“, doppelte Dekabank-Experte Andreas Scheuerle nach.
20-Jahres-Rekord bei Geschäftsklima
Die deutsche Wirtschaft feiert nach der tiefsten Rezession seit 1945 einen rasanten Aufschwung. In der Tat, das hat es seit 20 Jahren nicht mehr gegeben. Da reibt sich der Rest Europas ehrfurchtsvoll die Augen: Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juli um mehr als vier Punkte gestiegen, ganz genau von 101,8 auf 106,2 Punkte. Das monatlich unter rund 7.000 Unternehmen erhobene Geschäftsklima ist das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft. Ganz offensichtlich hat sich die Gemütslage in den Unternehmen drastisch verbessert. Dazu der Institutschef Hans-Werner Sinn: „Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune.“ Ganz erfreulich ist dabei die Tatsache, dass die Wolken über allen grossen Branchen verzogen sind: In der Industrie, dem Einzelhandel, dem Bauhauptgewerbe und bei den Dienstleistern. Ein paar Experten warnen aber bereits davor, dass die deutsche Wirtschaft nicht in diesem Tempo weiterfahren könne, ansonsten würde der Motor heisslaufen. Das kümmert die Börsianer jedoch herzlich wenig. Sie freuen sich an steigenden Kursen.
[2010.07.28] ETCs: War’s das schon bei den Sojabohnen?
Investoren, die bei Sojabohnen hoffen, ihr Kurs würde in den Himmel wachsen, sollten aufpassen. Es sieht nämlich ganz danach aus, dass hier ein Gewitter im Anmarsch ist.
Chart ist müde geworden – knickt er bald ein?
Ereilt den Soybean November 2010 Future (Bild 1) in diesen Tagen das gleiche Schicksal wie schon im April dieses Jahres? Das lässt sich im Moment nicht schlüssig beantworten. Vor drei Monaten stand er nämlich fast exakt auf gleichem Level wie heute und rutsche dann bös in die Tiefe. Möglich ist charttechnisch aber auch, dass er in eine Seitwärtsbewegung reinläuft, um dann seine neue Orientierung zu finden. Daraus folgt: Ein klarer Trend sieht anders aus. Vorsicht ist somit mehr als angebracht.