Die Jahrhundertflut in Australien hat auch direkte Auswirkungen auf den Kohlepreis. Zahlreiche Bergwerke sind überflutet. Und die Nachfrage aus China und Indien ist enorm. Diese Kombination treibt den Preis dieses Rohstoffs immer weiter nach oben. Mit dem folgenden ETF können Sie an dieser Entwicklung partizipieren.
Kohlebergwerke stehen unter Wasser
In Australien stehen momentan Kohlebergwerke mit einer Produktionskapazität von 90 Mio. Tonnen pro Jahr unter Wasser. Diese Zahl entspricht rund 35% der Exportmenge im Jahr 2009. Die Bergwerke liegen im östlichen Staat Queensland. Er wird seit zwei Monaten von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Dort wird hauptsächlich Kokskohle gefördert, die zur Stahlproduktion benötigt wird. Nach Augenzeugenberichten warten allein im wichtigsten Hafen Gladstone derzeit etwa 50 Schiffe auf neue Ladung. Zum galoppierenden Anstieg des Kohlepreises führt nebst dem Hochwasser in Australien auch die Kältewelle in Europa, den USA und in China bei. Und wenn dies nicht schon genug wäre, kommt noch die enorme Nachfrage aus China und Indien hinzu.
China kann vom schwarzen Gold nicht genug bekommen
Eindrücklich: Mit einem Jahresbedarf von rund 3 Mrd. Tonnen verbraucht China schon heute mehr als 43% des weltweiten Kohleverbrauchs. Nach Einschätzung der International Energy Agency (IEA) in Paris, www.iea.org, wird dieser Anteil bis 2035 auf 50% klettern. China ist mit Abstand der grösste Kohleproduzent der Welt. Trotzdem muss das Land seit zwei Jahren zusätzlich grossen Mengen des Brennstoffs aus dem Ausland kaufen. Allein im November 2010 fast 14 Mio. Tonnen. Der Energiehunger des Riesenreichs lässt sich fast nicht stillen. Ein Resultat davon: Im laufenden Monat sei mit Stromausfällen in mehreren chinesischen Provinzen zu rechnen, teilte der staatliche Netzbetreiber vor ein paar Tagen mit. Immerhin gelang es Peking, im vergangenen September mit Moskau einen Vertrag abzuschliessen mit dem Inhalt, dass Russland China in den nächsten 25 Jahren 475 Mio. Tonne Kohle liefert.
Auch Indien kämpft um Kohle aus dem Ausland
Der weltgrössten Kohlebergwerksbetreiber Coal India Limited, www.coalindia.in, sucht händeringend nach Beteiligungen im Ausland. Nach eigenen Angaben hat man für 2011 eine Kriegskasse im Umfang von 1,2 Mrd. US-Dollar geäufnet. Im Visier ist beispielsweise der australische Bergbaukonzern Riversdale Mining Limited. Das wird aber nicht einfach, denn der anglo-australische Konkurrent Rio Tinto PLC bietet 3,9 Mrd. US-Dollar dafür.
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