 |
Und zwar ganz ordentlich. Intraday kam es gestern im Verlauf der US Tradingsession zu massiven Sell Offs am Aktien- und Devisenmarkt. Das Währungsverhältnis Euro-Yen brach zeitweise um ca. 8% ein, der Dow Jones fiel innerhalb weniger Minuten um fast 9% ab und der VIX Volatilitätsindex als Gradmesser der Angst, die im Markt ist, explodierte regelrecht um über 40% nach oben.
In den US Medien wurde wild über die Hintergründe spekuliert. Fehler im Orderrouting an der NYSE, fehlerhafte Ordereingabe eines Händlers eines grösseren Bankhauses, - der Name der Citigroup fiel -, Hedgefunds, die in Schieflage geraten seien und Positionen zwangsliquidieren müssten, fehlerhafte Algotrades, High Frequency Trading oder einfach nur ein hypernervöser Markt, der einen Flächenbrand der Staatsverschuldungskrise befürchtet? Auf jeden Fall war intraday urplötzlich die Liquität "weg".
Beim Blick auf die gestrige Tageskerze der Aktie von Procter & Gamble (PG) kommt man nicht umhin anzunehmen, dass tatsächlich ein Fehler in den Handelsmechanismen vorgelegen haben muss. PG ist ein defensiver Titel, der ohne Nachrichteneinwirkung unmöglich einfach mal so um fast 40% einbrechen dürfte.
|
|
|
Entweder bei 5.680 oder bei 5.550 Punkten bestehen gute Chancen, dass der DAX nach oben abprallen kann. Im Bereich der beiden Kursniveaus sollten aktive Anleger den Index genau beobachten. Gelingt eine Stabilisierung bei 5.550 Punkten, besteht wieder die Möglichkeit einer Anstiegsphase diesmal bis ca. 6.500 Punkten, später sogar 7.300 Punkten.
Ein nachhaltiger Bruch der 5.550er Marke wäre negativ zu werten. Sie sehen, dass bei 5.300 Punkten, 5.100 Punkten und 4.650 Punkten starke Unterstützungen im Markt liegen. Hier könnten mögliche Korrekturbewegungen aufgehalten werden. Im Bereich dieser Unterstützungen wäre die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der DAX zumindest temporär nach oben abprallen könnte. Allerdings stellt sich bei Abprallern auf der 5.300er, 5.100er oder 4.650er die ernsthafte Frage dem Ausmass der Erholungsmöglichkeiten.
Immer unmittelbar am Markt. Mit den Chartanalysen von www.godmode-trader.de
Autor: Harald Weygand
Vorgängige 
Archiv  |