Die Deutsche Börse und die Schweizer SIX Group mit Sitz in Zürich (u.a. SIX Swiss Exchange) schlucken den europäischen Indexanbieter Stoxx vollständig. Sie zahlen den bisherigen amerikanischen Mitbesitzer Dow Jones aus, der ein Drittel an Stoxx hält.
Massgebliche Indizes im ETF-Business
Die Deutsche Börse und die SIX Group müssen für den Drittel 206,1 Mio. Euro auf den Tisch legen. Je nach Geschäftsgang kann sich der Preis um weitere 29 Mio. Euro erhöhen. Die Stoxx-Indizes sind in der ETF-Industrie stark eingesetzt. Besonders die beiden Europa-Indizes Stoxx
50 und Euro Stoxx 50 gehören zu den Benchmarks, auf die es die meisten ETFs gibt. Sie verzeichnen auch regelmässig Rekordumsätze.
Neue Eigentümer handeln rasch
Bisher hielten die beiden europäischen Adressen und das amerikanische Verlagshaus je ein Drittel von Stoxx. Wenn die Transaktion im ersten Quartal 2010 abgeschlossen ist, gehören der Deutschen Börse 50%
plus 1 Anteil und damit hat sie die Mehrheit in der Tasche. Die Frankfurter wollen das Unternehmen komplett in den eigenen Konzern integrieren. Die Marke Stoxx wird weitergeführt und das Indexgeschäft weltweit gepusht. Jetzt muss nur noch das deutsche Kartellamt sein Segen geben – wovon jedoch ausgegangen wird.
Zudem wollen die Deutsche Börse und die SIX Group ein neues gemeinsames Unternehmen aus der Taufe heben, dessen Spezialität ausschliesslich die Entwicklung und Berechnung von Indizes ist – auch für dritte. Hier werden dann die Schweizer die Mehrheit von 50%
und 1 Anteil halten.
Autor: Redaktion YouQuant®
Vorgängige 
Archiv 
|