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News: ETCs

[2010.03.03]  Der Gold Standard – Ihre Checkliste für die Wahl des richtigen
Gold-Trackers!

Seit ETF Securities Gold-ETFs im Jahr 2002 in Australien erfanden, sind Vermögenswerte (Assets under Management) im Umfang von über 60 Mrd. US-Dollar (44 Mrd. Euro) in diese Produktkategorie weltweit geflossen. Der grösste ETF in Europa gemessen an Assets under Management ist der Gold ETFs, emittiert von ETF Securities (Gold Bullion Securities – GBS, ETFS Physical Gold – PHAU) mit einem Total von von 8,5 Mrd. US-Dollar (6,25 Mrd. Euro) an Assets under Management. Der weltweit zweitgrösste ETF aller Vermögensklassen ist ein in den USA notierter Gold-ETF. Es gibt auch viele kleinere regionale Produkte, welche weltweit das Licht der Welt erblickten. Der Hauptpunkt bei all diesen Produkten ist die Frage, ob diese denselben Standard/dieselben Standards offerieren, wie sie den Eindruck erwecken. Wenn Märkte reifer werden und sich weiter entwickeln, kommen viele “me too” und kopierte Produkte.

Goldinvestoren zählen von Natur aus zu den am meisten risikoscheuen Personen auf dem Planet. Sie fühlen sich angezogen von Gold wegen seiner wesentlichen Charakteren der Werterhaltung, einer Absicherung zum US-Dollar und gegen Inflation sowie der endgültigen Versicherung gegen Finanzturbulenzen. Wie Bernanke sagte: “You can’t print more Gold!”, man kann nicht weiteres Gold drucken. Nicht wie bei anderen ETFs wollen Gold-ETF-Investoren das Gold nicht nur halten, um seine Performance abzubilden. Die Offenlegung, in was investiert wird, ist von entscheidender Bedeutung!

Deshalb liegt der Schlüssel darin, dass mit Gold hinterlegte ETFs die höchsten Standards einhalten. Als Erfinder von Gold- und Rohstoff-ETFs sind wir bedacht darauf, dass Kunden verstehen, was diese Standards sind und sein sollten. Sie können dann diese gebrauchen, um die verschiedenen offerierten Produkte zu bestimmen und um sicherzustellen, das richtige Produkt für ihre Bedürfnisse zu kaufen.

ETF Securities entwickelte den sogenannten “Gold Standard” (GS) als einen einfachen Führer für Investoren, um ihre Prüfung durchzuführen. Der GS hat die folgenden Kriterien:

1. Leistungsausweis (Track record) des Emittenten und Drittparteien, welche in die Verwaltung des ETF involviert sind

2. Sicherheit der vom ETF gehaltenen Gold-Barren

3. Transparenz der dem ETF unterlegten Gold-Barren

4. Kosteneffizienz aller Aspekte vom ETF

5. Qualität des physischen Gold-Barren-Bestands

6. Unabhängigkeit aller involvierter Rollenverteilungen in der Kontrolle

1. Leistungsausweis (Track Record)

Investoren sollten sicherstellen, dass die verschiedenen involvierten Parteien, die den Gold-ETF anbieten, die besten ihres Faches in ihrem jeweiligen Bereich sind. Der Emittent sollte einen langen Leistungsausweis unter verschiedenen Marktbedingungen im Geschäft mit Gold-ETFs vorweisen können. Diese sollten auch vollkommen verstehen, wie der Goldmarkt in seiner gesamten Breite und Tiefe funktioniert, da sie die ganze Wertschöpfungskette überblicken müssen.

Drittparteien wie beispielsweise Custodian, Trustee, Gold Auditor (getrennt vom Fund Auditor) und Market Makers/Authorised Participants sollten alle in ihrer entsprechenden Funktion erfahren sein. Es ist auch von entscheidender Bedeutung, dass jede Funktion unabhängig gemanagt wird, um sicherzustellen, dass keinerlei Möglichkeit für einen Betrug besteht.

Die Fondsgrösse sollte auch ein wichtiger Faktor sein, da sie die Liquidität angibt und auch eine Bestätigung ist, dass verschiedene Investoren die Umsetzung verstehen und akzeptieren. Die Geschichte und das Alter des Fonds sind auch Faktoren, die beachtet werden sollten. Je älter, desto besser!

2. Sicherheit

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt von Interesse eines typischen Goldinvestoren. “Wie sicher ist mein Gold?”, “Wie weiss ich, dass wirklich Gold gehalten wird?”, sind einige der oft gestellten Fragen. Nun, wichtige Punkte, auf die man sich konzentrieren sollte, sind:

- Der Gold-ETF sollte 100% mit physischen “LBMA Good Delivery bullion” unterlegt sein, gehalten in zugewiesenen (allocated) Konti. “Good Delivery bars” sind die EINZIGEN Barren, die im Grosshandels-Spot-Markt akzeptiert warden. “Allocated” bedeutet, dass das Gold im Besitz des Trusts ist und nicht ausgeliehen werden kann. Einige ETFs nutzen Cash, Futures, nicht zugewiesene (unallocated) und ungestempelte (unstamped) oder ungemünzte (uncoined) Barren, was bedeutet, dass diese nicht “Good Delivery” sind.

- Keine Ausleihung oder Entleihung gegen Fondsvermögen

- Insolvenzfern vom Emittenten mit vollständig getrennten Vermögen

- Kein Kreditrisiko zum Verwalter (Custodian)

- Keine Herausgabe von ETFs ohne den Erhalt vom Metall durch den Trust

Viele dieser Punkte können einfach geprüft werden durch das Lesen des entsprechenden Prospekts. Prüfen Sie sorgfältig den Prospekt und nicht das Marketingmaterial oder Aussagen auf Zuruf.

3. Transparenz

Es ist ausserordentlich wichtig, die Möglichkeit zu haben, die Goldbestände über jeden Ablaufschritt prüfen zu können. Jede Lücke in der Transparenz sollte eine Alarmglocke für jeden Investor ertönen lassen. Die wichtigsten Punkte für die Transparenz sind:

- Alle entscheidenden Treuhandfunktionen beim ETF sollten unabhängig sein und sollten als Check und Gegenüberstellung gegen Betrug und Unverständlichkeit und Undurchsichtigkeit dienen. Dies beinhaltet Market Makers/Authorised Participants/Custodian, Emittent, Trustee, Specialist Gold Auditor (im Gegensatz zum Fund Auditor)

- Transparenz und einfache Preisbildung. Wenn der ETF den “LBMA fixing price” als seinen Net Asset Value (NAV) nutzt, dann sollte der Fonds AUSSCHLIESSLICH mit zugeteilten (allocated) “LBMA Good Delivery bars” hinterlegt sein. Jede andere Hinterlegung würde den NAV und eine irrtümliche Auslegung machen

- Einfach verständliche Gebührenstruktur

- Zuverlässige Prüfungsvorgänge, die zeitgerecht publiziert werden. Dies sollte ZUMINDEST eine zeitlich zufällig jährlich vorgenommene Prüfung über die Goldbestände umfassen. Prüfungen sollten ausschliesslich durch weltweit anerkannte Gold-Prüfungsstellen vorgenommen werden, üblicherweise “Assayers” genannt.

- Publizierung von prüfbaren Barren-Aufstellungen mit den “LBMA” alleinigen Eigentümern und Goldraffinerie-Namen. Eine Barren-Aufstellung, die nicht quergeprüft mit der publizierten “LBMA Good Delivery”-Liste kann, ist komplett überflüssig als eine Prüfung für die vom ETF gehaltenen Goldbestände

- Alle Neuausgaben vom ETF sollten durch Drittparteien durchgeführt werden und nicht durch den Emittenten oder eine verbundene Gesellschaft, die das Metall kauft oder eine Derivateverpflichtung auftrags des ETF. Es ist zwingend, dass Drittparteien für die Lieferung vom Gold an den ETF verantwortlich sind. Mit dieser Struktur können Investoren klar sehen, dass das Metall verfügbar ist vom Tag 1 an

4. Kosteneffizienz

Um die Kosteneffizient sicherzustelen, ist es wichtig, genauer hinzuschauen als nur auf die publizierte Verwaltungsgebühr vom ETF. Der Geld-/Briefkurs ist auch wichtig. Auch kann bei einigen Gold-ETF-Strukturen, wenn der Emittent der einzige “Market Maker/Authorised Participant” ist, der Gold-ETF zu einem wesentlichen Aufschlag gepreist sein im Vergleich zu einem strukturierten Produkt. Er kann dies machen mit der Sicherheit, dass keine Arbitrage-Möglichkeiten bestehen, da es für Drittparteien unmöglich ist, mittels Ausgaben und Rücknahmen den Gold-ETF auf den NAV zurückzuführen. Die hauptsächlichen Kosteneffizient-Merkmale sind folgend aufgeführt:

- Sicherstellung, dass mehrere Market Makers/Authorised Participants bestehen, die sich untereinander konkurrenzieren, um den Preis so nahe wie möglich am NAV festzulegen. The ideale Zahl ist mehr als 5. Mehrere Market Makers stellen ein Maximum an Liquidität, Konkurrenz und enge Handelsspannen sichern, damit Sie immer die Möglichkeit haben, einen Preis zu bekommen

- Gold-ETFs mit alleinigem Market Maker/Authorised Participant, können wegen fehlender Arbitrage mit weiten Preisspannen und erheblichen Aufgeldern gehandelt werden. Der Investor ist komplett abhängig von der Finanzkraft und der Erfahrung der Muttergesellschaft des Emittenten, jeden Tag einen Markt ohne technische Unterbrüche zu machen

- Enge Spreads stellen einen minimalen Tracking Error sicher

5. Qualität von physischen Beständen

Das ist sehr einfach zu beantworten – Gute Lieferung (Good Delivery), Gute Lieferung und nochmals Gute Lieferung! Die Hauptpunkte sind die folgenden:

- “LBMA Good Delivery bars – Good Delivery bars” sind die einzigen Barren, die im weltweiten Grosshandels-Spot-Markt akzeptiert sind. Irgendwelche andere Barren wie ungemünzt (uncoined), ungestempelt (unstamped) sind KEINE GUTE LIEFERUNG (NOT GOOD DELIVERY). So eine Barre müsste zurückgesandt werden an die Raffinerie, um ausgesondert zu werden, was aber Wochen dauert, viel Geld kostet und einiges Gewicht möglicherweise verloren geht. Vorausgesetzt, dass es wirklich Gold ist. Dafür gibt es keine Garantie. Die einzige Garantie sind “Good Delivery bars”

- Es gibt nichts dergleichen wie “LBMA compliant”. Entweder ist eine Barre “Good Delivery” oder sie ist es nicht

- Der Custodian vom ETF sollte ein Vollmitglied der “LBMA” und der “London Precious Metal Clearing Limited (LPCML)” sein um sicherzustellen, dass das Fachwissen für die Verwaltung und die Überwachung des Goldes so sicher und effizient wie möglich ist. Der Custodian sollte auch ein “Loco London Clearer” mit Tresoren sein, die den Sicherheits- und Grössenstandards genügen

- Gold wird vorwiegend in London gehandelt und abgerechnet. 65% von hinterlegten “Good Delivery bars” werden in London gehalten. Viele der anderen werden gehalten von Zentralbanken weltweit. Man kann “LBMA Quality” ausserhalb Londons abrechnen und halten. Dies ist aber deutlich mehr eingeschränkt. Die daraus entstehenden Faktoren sind im Allgemeinen höhere Kosten und geringere Effizienz. Da Gold teuer ist, um es zu verschieben, wenn es irgendwo in grossen Mengen gehandelt wird, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass es aus London heraus geliefert werden muss. Beispielsweise der Betrag von “Good Delivery Gold” verfügbar in Zürich wird wahrscheinlich kleiner sein als 2 Mio. Unzen zu irgendeiner Zeit. Das kostet viel Geld aus einer sicherheitstechnischen und logistischen Perspektive. Falls Investoren mit Gold hinterlegte Gold-ETFs in anderen Tresoren als in London halten, sollte Folgendes beachtet werden:

- “LBMA Good Delivery bars”

- Für grosse Transaktionen London zuerst anweisen, um Liquidität für T+3 Settlement zu garantieren. Das Gold kann dann aus London heraus “transferiert” werden, sobald es sinnvoll ist. Wenn ein Gold-ETF eine grosse Kreierung macht an T+3 oder ähnlicher Basis, dann sind Derivate die Wahrscheinlichkeit oder “non-LBMA Good Delivery” als Hinterlegung

- Stellen Sie sicher, dass der Custodian ein Vollmitglied und Abrechner (Clearer) der “LBMA” ist

- Akzeptieren Sie nicht ungestempeltes (unstamped), ungemünztes (uncoined) oder andere Varianten von “non-LBMA Gold”

6. Unabhängigkeit von Funktionen

In der “Nach-Madoff-Welt” ist die Unabhängigkeit der treuhänderischen Funktionen entscheidend, um Betrug auf allen Ebenen zu bekämpfen. Bei einem Gold-ETF, der die Funktionen von Emittent, Market Maker/Authorised Participant, Custodian, Trustee, Adminstrator, Investment Manager, vereint, sollten Alarmglocken bei jedem Gold-ETF-Investor läuten. Das Fehlen von Prüfungen und Vergleichen bedeutet, dass jede interne Verfehlung durch die Gesellschaft verheimlicht werden kann, wobei eine Kombination mit Drittparteien sicherstellen sollte, dass ein Produkt den verlangten notwendigen Investorenschutz hat. Wir würden das Folgende empfehlen:

- Unabhängiger Emittent, der “insolvenzfern” vom Gold-ETF ist

- Mehrere unabhängige Market Makers/Authorised Participants (empfohlen sind mindestens 5 plus)

- Nur Drittparteien haben die Möglichkeit, Metall zu kaufen und zu liefern an den Administrator für die Ausgabe von neuen Gold-ETFs

- Unabhängiger Custodian, der ein weltweiter Führer in “LBMA Trading and Clearing” ist

- Unabhängige Gold-Rechnungsprüfung (Audit) aller Parteien, inklusive den normalen Fonds oder Unternehmens-Rechnungsprüfer. Das stellt das “Gold assaying”-Fachwissen sicher, um rechtskräftig zu erklären, dass das Gold ausschliesslich “Good Delivery” ist

- Unabhängiger Trustee, Administrator und Investment Manager um sicherzustellen, weitreichende Sicherheit in allen Aspekten der Gold-ETF-Abwicklungen zu haben.

Aufgrund des langjährigen Fachwissens seitens ETF Securities im Goldhandel und in der Verwaltung und der Geschichte der Gründung und dem Management einiger der weltgrössten Gold-ETFs, haben wir vielleicht das breiteste Fachwissen angeeignet, was Investoren suchen und wie es bereitgestellt wird. Wie immer bei erfolgreichen Produkten kommen vollmundig und rasch Nachahmungen. Viele der “copy cat” Gold-ETFs erfüllen nicht die verlangten Standards, die wir obig aufgeführt haben und sie bestehen höchstens eine oberflächliche Prüfung. Nach meiner Meinung ist es wie eine “echte Rolex” und eine “nachgeahmte Rolex”. Ich weiss, was ich besitzen möchte.

Es ist ausserordentlich wichtig, dass Investoren sich der Unterscheidungen bewusst sind und dass sie genauer schauen, was sie kaufen!

Autor: Hector McNeil, Managing Partner, ETF Securities Ltd, London, www.etfsecurities.com


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