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Im Juni wurde die 1.000er-Marke überschritten. Bereits Ende 2009 gab es in Europa mehr ETFs als in den USA. Den europäischen Markt teilen sich auch mehr Anbieter als den US-amerikanischen. In einem ETF aus den USA sind durchschnittlich 913 Mio. US-Dollar investiert (Stand Ende 2009). In europäischen Pendants nur rund ein gutes Viertel. Der Verteilkampf in unseren Breitengraden wird zunehmen (siehe auch Interview mit Chris Plomitzer von der Unicredit Bank AG, München).
Jeder Emittent kocht sein eigenes Süppchen
Ein ganz wesentlicher Grund für das vergleichsweise geringe durchschnittliche Fondsvolumen ist die grosse Anzahl von ETFs in Europa. Für die Angebotsvielfalt ist das aber nicht automatisch förderlich. Während es im Mutterland
der ETFs, den USA, oftmals für einen Index nur einen ETF gibt, bildet hierzulande gleich eine Vielzahl von Fonds ein und denselben Index ab. Welcher Emittent will schon beispielsweise auf ein eigenes Produkt auf den EURO STOXX 50 verzichten? Kann er aus Prestigegründen auch gar nicht. Denn die Kundschaft verlangt mehr und mehr die gesamte Palette aus einer Hand. Kommt hinzu, dass ein Anbieter seine Fonds in jedem einzelnen europäischen Land separat zum Vertrieb anmelden muss. Das fällt in den USA natürlich weg. Kommt noch erschwerend die Sprachenvielfalt bei uns hinzu. All diese Punkte werden es kam möglich machen, irgendwann mal so günstige ETFs anbieten zu können wie auf der anderen Seite des Atlantiks.
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Die Karten sind bald verteilt
Ob 1.000 ETFs ein Grund zum Feiern sind, das wird die Zukunft zeigen. Es wird spannend zu sehen sein, welchem Emissionshaus der Schnauf im Wettlauf um die Anlegergunst zuerst ausgehen wird und welche Adressen die Kraft aufbringen, weiter stark zu wachsen. Der Positionskampf hat längst begonnen.
Autor: Redaktion YouQuant.com
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