Im Jahr 2001 prägte Jim O’Neill, Chefvolkswirt von Goldman Sachs, den Ausdruck BRICs, der aus der Finanzwelt nicht mehr wegzudenken ist. Er steht für Brasilien, Russland, Indien, China.
Exzellente Voraussetzungen
Nie waren die Voraussetzungen günstiger, in Brasilien, Russland, Indien und China zu investieren, als heute. Davon ist Goldman-Sachs-Expertin Kathryn Koch überzeugt. Ausschnitte aus einem Interview mit dem deutschen Finanzportal „finanzen.net“:
Neue Weltordnung in 2050
Das Besondere an dem BRIC-Konzept ist, dass vier der wichtigsten Schwellenländermärkte erfasst werden, die untereinander nur in geringem Masse korrelieren. Die BRICs sind geopolitisch und wirtschaftlich einzigartig, schon allein, weil Brasilien und Russland über die Rohstoffe verfügen, die Indien und China für ihr Wachstum und zur Verbesserung ihrer Infrastruktur benötigen. Bis 2050 werden die vier Länder laut Goldman Sachs zu den fünf grössten Volkswirtschaften der Erde zählen: China als Nummer 1 vor den USA, Indien auf Rang 3 knapp dahinter. Auch Brasilien und Russland werden bis dahin an Japan (derzeit Nummer 2) und Deutschland (heute Nummer 4 hinter China) vorbeigezogen sein.
Imposante Zuwächse
Die Anzahl der Arbeitnehmer mit mehr als 15.000 US-Dollar Jahreseinkommen – man spricht hier von einer Emerging Middle-Class – wird bis 2025 in den vier BRIC-Staaten um 200
Millionen steigen wird. Das sind so viele Menschen, wie in Deutschland und Japan zusammen leben. Und eine
Milliarde Menschen wird in den nächsten Jahrzehnten neu in den Arbeitsmarkt eintreten.
Immer noch tiefe Bewertung
Zusammengenommen machen laut Goldman Sachs die börsennotierten Unternehmen aus den vier BRIC-Staaten nur etwa 6%
der weltweiten Marktkapitalisierung aus. Das entspricht ziemlich exakt der Kapitalisierung der Börse Japans. Und da spricht man von einem Land, das seit Jahren ein Nullwachstum hat.
Fazit
Die BRIC-Story ist also alles andere als abgedroschen. Sowohl institutionelle wie auch private Investoren kommen bei einem gut diversifizierten Portfolio nicht darum herum, in diesen Regionen sich kräftig zu positionieren. Eine gute Übersicht für die in Frage kommenden ETFs finden Sie auf der Website der Börse Frankfurt, www.boerse-frankfurt.de.
Risikohinweis: Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern sind volatil. Deshalb kommen solche ETFs nur für Anleger in Frage, die das Risiko verstehen und auch tragen können. Eine laufende Überwachung ist empfehlenswert
Autor: Redaktion YouQuant®
Vorgängige 
Archiv 
|