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ETFs: Märkte

[2009.12.14] Der Westen bekommt Konkurrenz

Die Schwellenländer haben in den letzten Jahren politisch und wirtschaftlich eine immer wichtigere Rolle eingenommen. Nicht nur wächst ihre Bevölkerung – im Gegensatz zu jenen der westlichen Staaten – auch liegt das Wirtschaftswachstum markant über dem der alten Industrieländer.

Verlierer von gestern sind die Gewinner von morgen

Pragmatische Bündnisse auf der Weltbühne der Politik sind immer mehr gefragt. Nur ein Beispiel: G20 statt G8. Regierungen, die sich diesem Trend verschliessen, sind die grossen Verlierer von morgen. Sie werden teilweise für wichtige Entscheidungen gar nicht mehr gefragt und stehen bedeutungslos auf der Seitenlinie. Auch die laufenden Klimaverhandlungen in Kopenhagen zeigen eines exemplarisch: Ein nachhaltige Lösung ist nur unter Einbindung der aufstrebenden Schwellenländer möglich. Ein Entgegenkommen der alten Umweltsünder – Europa, Japan und die USA – ist dringend geboten.

Im Westen wird diese neue Machtverteilung selten als Chance aufgenommen. Es herrscht da und dort regelrecht Angst vor der Zukunft. Ist weiter auch nicht verwunderlich, da der Aufstieg der Zweiten Welt einher geht mit einem schleichenden Bedeutungsverlust der Ersten.

China schaut selten nach rechts und links und schon gar nicht zurück

Schwellenländer nehmen oftmals wenig Rücksicht auf Empfindlichkeiten des Westens. So nutzt China beispielsweise afrikanische Staaten als Rohstofflieferanten und kümmert sich nicht selten ziemlich wenig um die Menschenrechte in diesen Ländern. Längst betreibt die Volksrepublik Handel mit jedem der von der ehemaligen amerikanischen Regierung Bush jun. als „Schurkenstaat“ gebrandmarkten Land und ignoriert in aller Öffentlichkeit westliche Boykottbeschlüsse.

Viele Schwellenländer drücken aufs Gaspedal

Aber nicht nur die immer und immer wieder zitierten Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China (die sogenannten BRIC-Länder), auch Schwellenländer aus der zweiten Reihe drücken aufs Gaspedal. Da wären beispielsweise in alphabetischer Folge genannt: Argentinien, Indonesien, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika und die Türkei. Das Land am Bosporus spielt eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Europa und Asien, Indonesien ist das bevölkerungsreichste islamische Land und Südafrika ist das mit Abstand wirtschaftlich am wichtigste Land Afrikas. Jeder dieser Staaten nimmt eine ganz besondere Rolle ein. Und die Aufzählung ist längst nicht abgeschlossen.

Ein Blick in die Zukunft wagen

Wenn nichts Unvorhergesehenes eintrifft, wird sich die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre fortsetzen. Mit anderen Worten: Die kommenden zehn Jahre könnten die Weltordnung noch deutlicher verändern und damit die Schwellenländer viel mehr zu sagen haben als bisher. Investoren sind gut beraten, diesen Trend in ihren Depots zu antizipieren. Ein Blick auf die Website der Börse Frankfurt, www.boerse-frankfurt.de, und ein sorgfältiges Studium der reichhaltigen Palette an ETFs für Schwellenländer ist angezeigt.

Autor: Redaktion YouQuant®


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