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ETFs: Märkte

[2009.07.07] HSBC steigt ins ETF-Geschäft ein

Die Vermögensverwaltungssparte des weltweit tätigen Bankenriesen HSBC steigt in das Geschäft mit ETFs ein. Das in London domizilierte Finanzhaus richtet sein Private Banking dabei konsequent auf die neuen Produkte aus.

„Es ist eine europäische Initiative mit Indexprodukten auf wichtige Messlatten, keine Nischenprodukte“, sagte eben Farley Thomas, Vertriebschef von HSBC Global Asset Management, dem „Handelsblatt“. Und weiter: „Innerhalb von drei Jahren wollen wir zu den Marktführern gehören, das Projekt hat für uns höchste Priorität.“

Die Briten gehen einen neuen Weg

Die HSBC geht beim Thema ETF einen erfrischend neuen Weg. „Wir werden die Produkte vor allem im eigenen Private Banking für Depots einsetzen, die verschiedene Vermögensformen abdecken“, so Thomas weiter. Dieser Schritt könnte Signalwirkung haben, denn HSBC ist nicht irgendeine Bank. Der Global Player betreut insgesamt rund 540 Mrd. Euro, jeweils zur Hälfte im Private Banking für vermögende Privatkunden und in der Asset Management-Sparte.

Auch die Deutsche Bank denkt fortschrittlich

Das ETF-Business der Deutschen Bank wächst und wächst. Aktuell ist es 21 Mrd. Euro schwer. Der deutsche Branchenprimus betreut im Wealth Management für vermögende Private in Deutschland 45 Mrd. Euro. „ETFs werden schon in grossem Umfang eingesetzt und machen phasenweise bis zu 20% des Volumens aus“, hat Björn Jesch, Leiter Portfolioverwaltung im Wealth Management, dem „Handelsblatt“ anvertraut.

Banken, die ETFs noch nicht einsetzen, müssen definitiv aufwachen. Es scheint offensichtlich, dass die Vermögensverwaltung mit teuren – in aller Regel schwach performenden – klassischen Anlagefonds ein Auslaufmodell ist.

Autor: Redaktion YouQuant®


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