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ETFs: Märkte

[2009.07.07] Credit Suisse hat ihr ETF-Angebot verdreifacht

Der mit physischem Gold hinterlegte ETF der Zürcher Kantonalbank ist der zweiterfolgreichste ETF an der SIX Swiss Exchange in Zürich. Das Produkt sorgt europaweit für Furore. Nun hat auch die Credit Suisse einen Gold-ETF in der Pipeline. Und noch vieles mehr, wie „NZZ Online“ berichtet.

Die Schweizer Grossbank hat vor ein paar Tagen ihr Angebot der unter dem Markennamen Xmtch laufenden ETF-Palette von bisher 8 auf neu 24 Produkte erweitert. Neu können Investoren auf Large- und Small-Caps in Grossbritannien, USA und Japan setzen. Zusätzlich wurde das Segment Staatsanleihen massiv ausgebaut.

Dieser Schritt war erst der Anfang

Gemäss Oliver Schupp, Leiter Beta Strategies der CS, ist diese Komplettierung des Basisangebots lediglich ein erster Schritt. Ganz spannend: Im Bereich Rohstoffe plane man ETFs, die auch physisch mit Metallen hinterlegt sind. Dabei werde man nicht nur Produkte auf Edelmetalle sondern auch auf Industriemetalle anbieten. Zudem sind ETFs auf liquide alternative Anlagestrategien mit einer Fokussierung auf Hedge Funds im Studium. Ebenso werde man Produkte auf quantitativ modellierte Indizes einführen, die es erlauben, auf Investmentstile wie Size, Momentum oder Volatilität zu setzen. Schliesslich werde man auch Hebel-ETFs und Short-ETFs lancieren, so Schupp weiter.

Strategische Europa-Offensive

Die CS hat sich erfreulich hohe Ziele gesteckt. Die Eidgenossen wollen in Europa eine marktdominante Position im Bereich der ETFs erobern. Dafür wird der Global Player sein ETF-Basisangebot nebst in Zürich auch an den umsatzstärksten europäischen Handelsplätzen notieren lassen. Die Zielkunden bilden dabei institutionelle Investoren sowie das schnell wachsende Privatkundensegment, das in Europa gemäss neusten Berechnungen erst 10% ausmacht.

Die Schweizer nutzen voll den Trend

Es steht schon heute fest: ETFs gehören zu den Gewinnern der Finanzkrise, da jedermann sie versteht, sie günstig sind und ganz wichtig, der Investor mit ihnen kein Emittentenrisiko hat, da ETFs ein Sondervermögen darstellen. Laut der CS gibt es weltweit derzeit rund 1.660 ETFs. Per Ende Mai 2009 waren darin insgesamt knapp 800 Mrd. US-Dollar investiert. Die Bank erwartet, dass diese Zahl bis 2011 auf über 2.200 Mrd. Dollar steigen wird. Für den europäischen ETF-Markt erwartet die CS ein Wachstum des verwalteten Vermögens von über 50% in den nächsten drei Jahren. Mit ihrem forschen Tempo nutzt die Schweizer Grossbank optimal diesen Trend. Das freut uns in Zürich natürlich ganz besonders.

Autor: Redaktion YouQuant®


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