 |
Gespräch mit Philip Knüppel, Vice President / ETC Product Manager, Deutsche Bank, Frankfurt, www.etc.db.com
Herr Knüppel, die Deutsche Bank ist in diesem Jahr ins ETC-Geschäft eingestiegen. Was waren die Gründe?
Viele Investoren schätzen die Eigenschaften von ETFs. Diese können aber nicht auf Edelmetalle oder Einzelrohstoffe begeben werden, da bei ETFs die Abbildung von Einzelwerten in Deutschland nicht zulässig ist. ETCs schliessen diese Lücke. Ursprünglich für institutionelle Investoren wie Pensionskassen oder Versicherungen aufgelegt, verbinden sie die ökonomischen Vorteile von ETFs mit Rohstoff-Anlagen in Gold oder Öl. Sie stellen also aus Sicht der Deutschen Bank eine sehr sinnvolle Ergänzung zu der bestehenden ETF-Produktpalette dar.
Wie sieht Ihre Produkt-Palette aus?
Bei den db ETCs stehen generell alle Rohstoffe im Fokus. Schwerpunkte bilden Edelmetalle wie physisches Gold, Öl, Agrargüter, Industriemetalle und Erdgas. Alle Produkte sind standardmässig mit einer Rolloptimierung sowie mit einer effizienten Währungsabsicherung ausgestattet.
|
|
|
Gibt es Unterschiede zu Produkten anderer Anbieter, beispielsweise was die Besicherung anbelangt?
Hier muss man ein deutliches Ja sagen. Wir besichern und hinterlegen unsere db ETCs serienmässig mit physischen Goldbarren. Die Bestände werden dabei als Treuhandvermögen geführt und können weder ausgeliehen noch beliehen werden. Bei Gold ist der entscheidende Vorteil, dass es vor allem in einem sehr schwachen Marktumfeld Stärke zeigt - eine wichtige Eigenschaft bei einer Hinterlegung.
Was für Informationen bekommen Interessenten auf Ihrer ETC-Website www.etc.db.com?
Generell bekommen interessierte Anleger alle Informationen, die auch von der ETF-Seite bekannt sind: Preise, ausstehendes Vermögen, Hinterlegungsgrad der ETCs, hinterlegte Seriennummer der Barren, Rohstoff-Research sowie Anlageideen.
Können Sie uns verraten – hat die Deutsche Bank weitere ETCs in der Pipeline?
Alles darf ich natürlich nicht sagen. In Planung sind Produkte auf solche Rohstoffe, die weltweit noch nicht im Angebot sind. Auch werden wir spezielle Produktausstattungen auf den Markt bringen, die bislang gefehlt haben.
Herr Knüppel, vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Thomas J. Caduff, Chefredakteur.
|
Zur Person
Philip Knüppel schloss 2005 den Master in Economics an der Universität Konstanz ab. Danach waren seine Stationen von 2005 bis 2007 bei der ABN AMRO Bank in Frankfurt als Product Manager (Listed Products), von 2007 bis 2008 beim gleichen Institut in Zürich in derselben Funktion und von 2008 bis 2010 zurück in Frankfurt, ebenfalls als Product Manager (Listed Products). Seit 2010 ist Philip Knüppel bei der Deutschen Bank in Frankfurt als Product Manager (Commodity Listed Products) tätig.
|
Zurück
|