Zuletzt haben wir Mitte Mai den CS ETF auf den wichtigen amerikanischen Leitindex S&P 500 aufgelegt. In den kommenden drei Monaten wollen wir zunächst weitere Aktienprodukte auf Schwellenländer emittieren. Momentan haben wir ausschliesslich ETFs, die die Wertpapiere aus den jeweiligen Indizes tatsächlich in den Portfolios halten. Künftig wollen wir aber auch Swap-ETFs anbieten, um die Wertentwicklung der Indizes abzubilden. Wir möchten dem Investor die Entscheidung überlassen, welches Modell er wählt.
Sie haben die Website www.csetf.com neu gestaltet. Warum?
Uns war es wichtig, dass Investoren unsere ETFs mit dem Namen Credit Suisse verbinden. Die Credit Suisse hat ihre ETF-Produktpalette daher an ihre Markenstrategie angepasst und diese Fondsfamilie in Credit Suisse ETFs umbenannt. Die Namensänderung erfolgt aufgrund der europäischen Wachstumsstrategie im ETF-Geschäft. Der neue Name steht im Einklang mit unserer integrierten Bank und verweist auf die starke Organisation, auf der unsere ETF-Produktpalette aufbaut. Für unsere Kunden ändert sich ausser dem Produktnamen sowie den Bloomberg- und Reuters-Codes der Fonds nichts. Unsere ETF liefern die gleich hohe Qualität wie vorher. Unsere Kunden profitieren weiterhin von der langjährigen Erfahrung und Expertise der ETF-Spezialisten.
Wie entwickelt sich der deutsche Markt für Sie?
Die ersten Credit Suisse ETFs wurden Ende November auf Xetra an der Deutsche Börse gelistet. Seither haben wir unser Produktangebot kontinuierlich erweitert. Wir sind gewappnet für die Expansion im grössten ETF-Markt in Europa. Aufbauend auf unsere starke Marktposition in der Schweiz werden wir nun unsere Produktfamilie in Deutschland, Italien und weiteren europäischen Markten etablieren. Wir sind mit unseren ETFs seit vielen Jahren Marktführer in der Schweiz (Assets under Management 11,2 Mrd CHF). Innerhalb Europas sehen wir Deutschland als einen unserer Kernmärkte an. Wer zu den grossen Anbietern gehören will, muss Produkte auf alle Anlageklassen anbieten. Nach weiteren Aktienprodukten auf Schwellenländer werden wir auch mit Standardprodukten folgen, wie z.B. einem Dax-ETF. Zuletzt wurde am 26. Mai ein ETF auf den S&P 500, der CS ETF (IE) on S&P 500, an der Deutsche Boerse erstmals gehandelt.
Warum soll sich ein Investor für ETFs der Credit Suisse entscheiden?
Um erfolgreich passive Produkte aufsetzen und operativ verwalten zu können, ist sehr spezifisches Wissen über die Nachbildung von Börsenindizes erforderlich. Die Credit Suisse hat früher als andere Banken erkannt, dass passive Anlagelösungen eine wichtige Ergänzung zu den gängigen Produkten im Anlagegeschäft darstellen. Bereits 1994 hat sie die ersten Produkte in diesem Marktsegment aufgelegt. Wir bieten unseren Investoren transparente und qualitativ hochwertige Produkte. Gleichzeitig sind wir bei den Managementgebühren sehr wettbewerbsfähig, wie unser ETF auf den S&P 500 mit einer Managementgebühr von 0,09 Prozent zeigt. Der Fokus wird in Zukunft auch auf Produktinnovationen liegen.
Frau Wegner, vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Thomas J. Caduff, Chefredakteur.
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Zur Person
Annabelle Wegner ist seit Mai 2010 als Direktor für Credit Suisse tätig. Sie betreut als ETF-Spezialistin Deutschland und Österreich. Wegner ist Bankkauffrau und absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Frankfurt School of Finance & Management. Sie besitzt darüber hinaus das FSA Certificate in Securities, Derivatives, Commodities. |
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