Das nächste ETF-El-Dorado heisst Lateinamerika. Kein Stein soll auf dem andern bleiben.
Lateinamerika steht neu im Rampenlicht
Die ETF Anbieter nehmen nun Lateinamerika ins Visier. Wie der Branchenstudie für Lateinamerika von BlackRock zu entnehmen ist, haben in diesem Jahr unter anderem bereits Amundi, db x-trackers, EasyETF, Lyxor und Xmtch an den dortigen Börsen Produkte gelistet. Und HSBC steht in den Startlöchern. Seit Februar ist auch der SPDR Gold Trust, der weltweit grösste mit physischem Gold hinterlegte Gold-ETF in Mexiko gelistet.
Mexiko hat Vorreiterrolle
In 2009 sah die ETF-Landschaft in Brasilien, Mexiko, Chile und Peru noch ziemlich öde aus. Den höchsten Marktanteil mit 85,1% hatte iShares, der mit Abstand weltweit wichtigste ETF-Anbieter. Danach folgte Banco
Itau mit dem restlichen Marktanteil von 14,9%. Mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 8,15 Mrd. US-Dollar ist Mexiko das am besten entwickelte lateinamerikanische ETF-Land. Dort sind bereits über 180 ETFs gelistet. In Mexiko wurde 2002 auch der erste ETF überhaupt in Lateinamerika lanciert, berichtet das Finanzportal „boerse-go.de“.
Explosionsartiges Wachstum
Seit der Emission des ersten ETFs in Mexiko hat sich im vergangenen Jahr das verwaltete Vermögen in Lateinamerika fast
verhundertfacht. Laut der BlackRock-Studie wuchsen die Assets under Management (AuM) von 0,1 Mrd. US-Dollar im Jahr 2002 auf 9,8 Mrd. US-Dollar in 2009. Eine wahrlich imposante Bilanz. An den lateinamerikanischen Börsen notieren aktuell über 200 ETFs für das breite Publikum. Hinzu kommen noch rund 340 ETF-Registrierungen in Chile und knapp 280 in Peru, in die aber nur Pension-Fonds investieren können, liest man weiter auf „boerse-go.de“. Und wie schon gesagt, dies soll erst der Anfang sein.
Autor: Redaktion YouQuant®
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