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Märkte: ETFs

[2010.03.09]  Hebeln will gelernt sein

Bei Short-ETFs ist Vorsicht angebracht. Zumindest müssen Investoren das nötige Fachwissen mitbringen.

Reichlich komplimiert – man muss die Regeln kennen und beherrschen

Und das geht so: Weil immer nur die prozentuale tägliche Bewegung als Massstab für die Umkehrung gilt, kommt es über längere Zeiträume zu Verzerrungen. Steigt der Index an einem Tag um 3%, und fällt er am nächsten Tag um 5%, sind das in Summe minus 2,15%. Ein Short-ETF würde am ersten Tag 3% verlieren und am nächsten Tag 5% zulegen. Macht am Ende plus 1,85%. 0,3% zu wenig.

Empfindliche Verzerrungen

Wie sehr Hebel-ETFs solche Verzerrungen verstärken, zeigt die nächste Rechnung: Ein doppelt gehebelter Short-ETF hätte am ersten Tag 6% verloren, am Tag darauf aber 10% gewonnen. Macht insgesamt plus 3,4%. 4,3% wären linear aber richtig gewesen.

Schauen wir Extremfälle an

In Extremfällen kommt so etwas heraus: Der S&P 500 Financials Index verlor im Jahr 2008 rund 55% seines Werts. Entsprechende Short-ETFs beendeten das Jahr jedoch mit einem Gewinn von lediglich 3,6%. Andersherum geht es aber auch: Von Ende März 2009 bis Jahresende legte der DAX um 45,9% zu. Der doppelt gehebelte ETF schaffte dagegen über 101%. In dem stark ausgeprägten Aufwärtstrend hatte sich die Bewegung durch den Basiseffekt verstärkt, wird einem auf dem Finanzportal „dasinvestment.com“ erklärt.

Autor: Redaktion YouQuant®


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