Der Nikkei 225 Index kletterte letzte Nacht auf ein fünfzehnmonatiges Hoch. Das ist aber nicht die einzige gute Nachricht aus Tokio.
Aus einer Schnecke wird eine Rakete
Dass die Aufträge an der Börse in Tokio – im Vergleich mit anderen grossen Marktplätzen – im Schneckentempo abgewickelt werden, ist kein Geheimnis. Damit ist es noch diese Woche vorbei. Statt bislang 2-3 Sekunden auf eine Ausführung warten zu müssen, soll das neue Handelssystem 600
Mal schneller sein. Mit einer Geschwindigkeit von 5 Millisekunden pro Order wird die neue Handelsplattform bis zu 46 Mio. Transaktionen täglich abwickeln können. Das ist ein Quantensprung im Vergleich mit dem derzeitigen Maximum von 7 Mio. Aufträgen.
Hedgefonds anlocken
In 1989 wurde über die Tokioter Börse sage und schreibe fast 40% des gesamten Börsenhandels der Welt abgewickelt. Aktuell sind es noch 7%. Vor allem die Manager von Hedgefonds wird diese Einführung freuen, die mit ihren Hochfrequenzhandelssystemen – also ultraschnelles Handeln mittels Computerprogrammen – auf diese Börsentechnologie angewiesen sind. Schon heute macht diese Handelsart rund ein Drittel des gesamten Umsatzes aus. Es soll nach dem Willen der Börsenverantwortlichen aber so rasch als möglich deutlich mehr werden. Deshalb wird in diesen Tagen auch die minimale Preisbewegung von 5 auf 1 Yen gesenkt.
Anleger brauchten viel Geduld
Ohne Zweifel mussten Investoren in den letzten Jahren ein robustes Nervenkostüm mitbringen, die ihr Geld in japanischen Aktien anlegten. Es ist aber nicht auszuschliessen, dass 2010 ihnen Freude bringen könnte. Denn die massgebliche japanische Benchmark, der Nikkei
225 Index (Bild 1), sieht charttechnisch recht vielversprechend aus.
Bild 1 Nikkei 225 Index in JPY, 14.01.05 – 01.01.10
Quelle: Bloomberg
Schweizer Börse
An der SIX Swiss Exchange in Zürich notieren prima Japan-ETFs. Ein Blick auf die Website hilft weiter: www.six-swiss-exchange.com
Risikohinweis: Aktien japanischer Unternehmen sind volatil. Deshalb kommen diese ETFs nur für Anleger in Frage, die das Risiko verstehen und auch tragen können. Eine laufende Überwachung ist empfehlenswert.
Autor: Redaktion YouQuant®
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