Dass die Kreditratings für Unternehmen und Anleihen, die überwiegend von den drei grossen Ratingagenturen S&P, Moody´s, Fitch eingestuft werden, immer wichtiger für die Finanzmärkte werden, wissen wir nicht erst seit der globalen wirtschaftlichen Misere.
Auch die Politik setzt sich immer wieder und immer mehr mit diesem Thema auseinander. Ist ja kein Wunder, denn auch Staaten emittieren Anleihen und sind daher auf ihr Kreditrating angewiesen. Hat ein Staat ein gutes Kreditrating, sind die Finanzierungskosten weitaus geringer als wenn ein Staat ein schlechtes Rating hat.
Nachdem Länder wie Griechenland und Spanien bereits vor einiger Zeit eine Herabstufung ihres Ratings hinnehmen mussten, sah sich auch der Finanzminister der USA, Timothy
Geithner, erst jüngst in Erklärungspflicht. Die Ratingagentur Moody´s sieht nämlich die Bonität der USA unter Druck kommen, da das Land Rekordschulden angehäuft hat. Geithner sieht aber keine Gefahr, dass die USA das höchste Rating - AAA - jemals verlieren werden.
Das Thema Kreditratings hat nicht nur die Finanzmärkte, sondern auch die Politik voll im Griff. Dementsprechend reagieren die Aktienmärkte äusserst sensibel auf Ratingänderungen von Unternehmen und Staaten.
Auch wenn Sie nicht direkt mit ETFs auf Ratingänderungen spekulieren können, ist ein indirektes Investment durch den Kauf verschiedenster Länder-ETFs möglich - von Staaten, die möglicherweise eine Ratingänderung erfahren werden. Dabei gibt es dann ETFs, die entweder von fallenden oder steigenden Aktienkursen profitieren können.
Autor:
Dominique Braun, London
(Beirat ICN Trust Finance AG, Zürich / InvestmentGurus.info / QuantScreener® / YouQuant®)
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