Gespräch mit Alain Picard, Executive Director, Head Product Management, SIX Swiss Exchange, Zürich, www.six-swiss-exchange.com
Herr Picard, das Jahr 2011 ist bald Geschichte. Wie fällt Ihre Bilanz für das ETF-Segment aus? Haben Sie uns ein paar Zahlen?
Die Bilanz fällt erneut sehr positiv aus. Der Umsatz dürfte dieses Jahr die Marke von CHF 100 Mrd. übertreffen. Dies bedeutet wiederum einen Zuwachs von über 40% – ähnlich wie im Vorjahr. Zudem wurden über 150 neue ETFs kotiert, womit die Anzahl der Produkte auf über 750 anstieg. Mit State Street Global Advisors, Ossiam und Raiffeisen konnten wir zudem drei neue Produktanbieter an der Schweizer Börse willkommen heissen.
Kommen diese stolzen Zahlen überraschend für Sie? 2011 ist ja alles andere als ein gutes Börsenjahr.
Wir haben zwar mit weiterem Wachstum gerechnet – nicht aber in einem derartigen Umfang. Dabei war gerade die Unsicherheit ein wichtiger Grund für den Anstieg. So sind die Umsätze in ETFs auf physisches Gold geradezu explodiert. Ein anderer Unsicherheitsfaktor im Jahr 2011 war die meist überkritische Diskussion, welche rund um ETFs geführt wurde. Dabei wurde teilweise ausgeblendet, dass ETFs regulierte Anlagefonds sind, welche in der Schweiz dem Kapitalanlagengesetz unterstellt sind und vor der Kotierung an SIX Swiss Exchange von der FINMA bewilligt werden.
Und wie fällt Ihre Bilanz für das noch relativ junge ETP-Segment aus?
Mit Eröffnung des ETP-Segments sind wir einem Bedürfnis der Emittenten nachgekommen. Es ergänzt und bereichert die Auswahl an passiven Finanzprodukten an SIX Swiss Exchange. Immerhin haben schon vier Emittenten über 30 Produkte lanciert. Die Umsätze sind noch nicht riesig, steigen aber kontinuierlich. Auch das ETF-Segment hat einmal klein angefangen…
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