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Interviews: Finanzen

[2010.09.06]  Mit Thomas Merz von Credit Suisse, Zürich

Interview mit Thomas Merz, MSc, Vice President, ETF Business, Asset Management, Head ETF Switzerland Credit Suisse, Zürich, www.csetf.com

Die Credit Suisse hat vor gut einer Woche auf einen Schlag 13 neue ETFs an der SIX Swiss Exchange gelistet, 12 davon im Bereich Schwellenländer. Warum gerade diese Auswahl?

Das ist korrekt. Wir haben unser bestehendes Angebot an Exchange Traded Funds um dreizehn neue Produkte, mehrheitlich auf Emerging Markets erweitert. Neu lanciert wurden drei Regionen ETFs auf den MSCI EM Asia, MSCI EM Latin America, MSCI EM EMEA sowie ETFs einzelner Länder in diesen Regionen, darunter Brasilien, Russland, Indien und China. Zusätzlich haben wir in der Region Asien auch noch den Baustein Australien neu im Angebot. Neu sind nicht nur die einzelnen Märkte oder Länder, die wir unserer Angebotspalette dazugestellt haben, sondern vielmehr die Art und Weise, wie unsere Kunden diese schwer zugänglichen Märkte in ihr Portfolio kaufen können.

… Ihre Bank nennt diese Produktinitiative „Neue Generation – New Generation“. Was ist daran so neu?

Erstmals wurden nun Produkte lanciert, die Vorteile synthetischer Nachbildungsmethoden mit der Transparenz der direkten Replikation vereinen. Mit der Erweiterung unserer ETF-Plattform durch Swap-basierte ETFs werden wir Kundenanforderungen gerecht, wenn es um die Abbildung von schwer zugänglichen und weniger liquiden Märkten geht. Dank der synthetischen Replikation unserer neuen ETF-Generation können Indizes genauer und effizienter repliziert werden, ohne dass Anleger auf eine höhere Transparenz verzichten müssen.

Wie verlief die erste Handelswoche?

Wir haben in der ersten Handelswoche bei allen Produkten die ersten Umsätze gesehen. Am Tag des Listings hatten wir unser Launch-Event, sind am Tag danach mit unseren Follow-up-Gesprächen sowie einer Roadshow gestartet, um die neuen Produkte im Einzelgespräch unseren Kunden vorzustellen. Das Interesse ist sehr gross. Viele Investoren signalisieren uns Interesse an den neuen Emerging Markets ETFs, aber auch an unserem bestehenden Produktangebot.

 


 

Bringen Sie diese ETFs auch an andere europäische Börsen?

Ja, das Listing in Deutschland und Italien ist für September vorgesehen.

Hat die Credit Suisse noch weitere Produkte für die kommenden Monate in der Pipeline?

Wir werden nur erfolgreich bleiben, wenn wir uns stetig den veränderten Kundenbedürfnissen anpassen können. Und genau das ist unser Ziel: transparente und nachvollziehbare Produkte, die sowohl institutionelle als auch private Anleger gleichermassen nutzen möchten. Nebst dem Ausbau noch fehlender Portfoliobausteine sind wir bestrebt, neue Investitionsmöglichkeiten via ETFs bereit zu stellen. Ich denke da an weitere Anlageklassen oder auch Substrategien im Bereich Rohstoffe.

Herr Merz, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Thomas J. Caduff, Chefredaktor.

Zur Person
Thomas Merz ist seit Mai 2006 als Vice President für das Asset Management der Credit Suisse in Zürich tätig. Herr Merz ist als Senior ETF-Spezialist im Bereich Quantitative Strategies Group tätig, wo er das CS ETF-Geschäft für die Schweiz leitet. Thomas Merz studierte an der Universität Zürich Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Erdwissenschaften und Mathematik. Nach seinem Studium in Zürich studierte Herr Merz Volks- und Betriebswirtschaft an der Universität Basel.

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