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Wie sieht die Produktpalette aus?
Heute umfasst unsere Produktpalette 89 ETFs. Diese decken alle Asset-Klassen, also Aktien, Obligationen, den Geldmarkt und Rohstoffe sowie Regionen ab. Zudem bieten wir Investoren eine breite Palette an Sektor-ETFs und verschiedene Strategie-Produkte an.
Wenn Sie das Amundi-ETF-Angebot an der SIX Swiss Exchange betrachten, werden Sie erkennen, dass wir eine Reihe innovativer und für Schweizer Investoren massgeschneiderte Produkte in die Schweiz gebracht haben. Ein Beispiel ist der Amundi ETF MSCI Europe ex Switzerland. Mit diesem können Investoren, die das Management ihres Heimatmarkts selbst übernehmen, ein Exposure in Europa ex Schweiz eingehen.
Auf der Obligationenseite hervorzuheben ist ein ETF, der die Entwicklung eines Indexes aus Staatsanleihen der Eurozone über alle Laufzeiten nachbildet. Auf Interesse gestossen ist zudem der Amundi ETF Euro Corporate, der ein diversifiziertes Engagement in rund 40 Unternehmensanleihen ermöglicht, wobei die Titel unter anderem auf Basis von Liquiditätskriterien und eines Kreditratings von mindestens BBB- (S&P) ausgewählt werden. Und erst kürzlich haben wir an der Schweizer Börse als erster Anbieter sechs Short-Bond-ETFs gelistet, mit denen Investoren ein Short-Exposure bei Euro-Staatsanleihen in allen Laufzeitbändern von einem bis 15 Jahren eingehen können.
Um einen guten Service für unsere Kunden sicherzustellen, haben wir auch in der Schweiz spezialisierte Sales-Teams bei Amundi und CA Cheuvreux, dem Aktienbroker der Crédit Agricole Group, aufgebaut. Diese Teams sollen bis Ende 2010 weiter gestärkt werden.
Der ETF-Markt ist hart umkämpft. Wie unterscheiden sich Ihre Produkte von jenen der Mitbewerber?
Wir wollen Investoren durch drei wichtige Vorteile überzeugen: äusserst wettbewerbsfähige Preise, Qualität und Innovation.
In punkto Preise sind beispielsweise unsere Total Expense Ratios rund 20% günstiger als der globale Durchschnitt vergleichbarer Produkte. Zudem arbeiten wir intensiv mit unseren Market Makern zusammen, um die Geld-/Brief-Spanne so eng wie möglich zu halten.
Einen Namen haben wir uns aber auch in punkto Qualität der ETFs erworben. So setzen wir beispielsweise auf Total Return Swaps4, um ein optimales Management zu gewährleisten und den Tracking-Error zum zugrundeliegenden Index minimal zu halten. Mit Crédit Agricole und Société Générale haben wir zudem zwei finanzstarke Banken mit soliden Ratings als Kontrahenten.
Last but not least besteht unser Anspruch darin, Investoren durch echte Innovationen zu überzeugen. Dass uns dies gelungen ist belegt, dass von unseren 89 ETFs rund ein Drittel echte Marktinnovationen waren.
Dank unserer Strategie günstiger Preise und stetiger Innovationen hat sich Amundi ETF inzwischen als viertgrösster Anbieter hinsichtlich der Nettomittelzuflüsse seit Anfang 2010 positioniert5. Zudem wurden wir von den Lesern des „ETF Express“ zum „Best Europe Equity ETF Manager 2010“ gekürt.
Was können Schweizer Investoren von Amundi in den kommenden Monaten noch erwarten?
Wir verfolgen das Ziel, weitere Amundi ETFs an der SIX Swiss Exchange zu listen, um Investoren in der Schweiz den lokalen Zugang zu unseren Produkten zu ebnen. Die Schweiz zählt zu den von uns priorisierten Märkten. Daher werden wir weiterhin dem Ausbau unseres Engagements und unseres Sales-Teams in der Schweiz grosse Bedeutung beimessen.
Frau Baudson, vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Thomas J. Caduff, Chefredaktor.
1. IPE Top 400 Survey, veröffentlicht im Juli 2009, Daten zum 31. Dezember 2008.
2. GI 100 Ranking veröffentlicht im September 2008, Daten per Juni 2008.
3. Amundi Gruppe per 31. März 2010.
4. Ausser drei älterer ETFs.
5. Stand Ende Mai 2010, Quelle: Amundi IS und Deutsche Bank.
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Zur Person
Valérie Baudson ist Managing Director, Exchange Traded Funds bei Amundi. Zuvor war sie von 2004 bis 2007 als Marketing Director und Mitglied des European Management Committee bei Crédit Agricole Cheuvreux verantwortlich. Bei der Crédit-Agricole-Gruppe ist sie seit 1999 beschäftigt. Valérie Baudson hat einen Abschluss in Finance an der HEC (Haute Ecole de Commerce, Paris) erworben.
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