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Interviews: Finanzen

[2010.05.03]  Mit Simon Klein von der Deutschen Bank, Frankfurt

Gespräch mit Simon Klein, Head of ETFs & ETC Sales Europe (ex UK), Deutsche Bank, Frankfurt, www.dbxtrackers.ch und www.etc.db.com

Herr Klein, können Sie uns kurz sagen, wie Ihre Schweizer Produkte-Palette aktuell aussieht?

Der Grundgedanke ist weiterhin, dass db x-trackers seinen Investoren einen kompletten Werkzeugkasten bieten will, um ein diversifiziertes Portolio zu bauen. Das heisst, wir wollen alle wichtigen Anlageklassen anbieten. Auf dem Weg sind wir schon weit gekommen. Wir bieten für Schweizer Anleger bereits Aktien-ETFs für alle wichtigen Länder und Regionen in Industrie- und Schwellenländern, verstärkt auch für die Short-Seite. Ausserdem sind wir mit Rohstoff-ETFs präsent, wie auch mit unserem Hedgefonds- ETF.

Welche Bedeutung haben dabei die Short-ETFs?

Hebel- und Short-ETFs sind eine wichtige Ergänzung des Produkt-Portfolios für erfahrene Anleger. Short-ETFs erweitern die Möglichkeiten eines Investors, der nun auch bei fallenden Märkten reagieren kann. Gehebelte ETFs können das zur Verfügung stehende Kapital effizienter nutzen. In beiden Fällen ist es aber unerlässlich, die eingesetzten Produkte sehr eng zu verfolgen und das Risikomanagement nicht aus den Augen zu verlieren.

 


 

Rohstoffe sind ein grosses Thema. Wie unterscheidet sich Ihr Rohstoff-ETF von anderen ETFs auf Rohstoffe?

Einen grossen Vorteil besitzen die Rohstoff-ETFs von db x-trackers, bei denen die zugrunde liegenden Indizes nach der „Optimum-Yield (OY)“-Methode vorgehen. Denn alle ETFs, die Rohstoffnotierungen über die jeweiligen Futures abbilden, werden mit einer Schwierigkeit konfrontiert: Beim „Rollen“ der Terminkontrakte können Kursunterschiede auftreten. Die OY-Indizes schaffen es, die Rollverluste zu minimieren und die Rollgewinne zu maximieren. Somit weisen Sie nachweislich eine bessere Wertentwicklung als auf als Indizes, die keinen optimierten Rollmechanismus beinhalten.

Der db Hedge Fund Index ETF (CHF) ist weltweit der einzige seiner Art. Was bietet er Investoren?

Er bietet in erster Linie Transparenz und Liquidität. Bei vielen Hedgefonds sind gerade diese Punkte nur schwer darstellbar. Die Deutsche Bank umgeht beiden Hürden: Die Hedgefonds müssen sich als Managed Accounts auf der Hedgefonds-Plattform der Deutschen Bank kontrollieren lassen und damit Transparenz schaffen. Sämtliche Transaktionen laufen über die Plattform, alle Wertpapiere werden börsentäglich bewertet. Daher ist es möglich, aus der Wertenentwicklung der Hedgefonds einen Index zu kalkulieren. Darauf basiert der db x-trackers db Hedge Fund Index ETF. Die Entwicklung zeigt, dass der Hedge Fund Index sein Ziel erreicht hat, in einem Portfolio das Risiko zu senken. Von März 2003 bis März 2010 hat der db Hedge Fund Index (EUR) eine Rendite von 62,6 % bei einer Volatilität von 5,2 % erreicht. Die im Oktober 2009 aufgelegte CHF-Tranche des Hedgefonds-ETF weist bis heute, Stand Ende April, ein Plus von 2,66 % auf.

Was dürfen Schweizer ETF-Anleger in diesem Jahr von der Deutschen Bank noch erwarten – sind weitere Produkte in der Pipeline?

Am 5. Mai wird db x-trackers seine Angebotspalette in der Schweiz stark erweitern und 14 ETFs an der Börse in Zürich listen. Einer der neuen ETFs wird dann der Short-ETF auf den SMI-Index sein, eine Innovation für den Finanzplatz Schweiz. Ausserdem werden wir Short- und Hebel-Produkte auf die Aktienindizes DAX, S&P-500, Euro Stoxx 50 und FTSE 100 in die Schweiz bringen. Damit zeigen wir, dass die Schweiz für db x-trackers einer der zentralen europäischen ETF-Märkte ist.

Herr Klein, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Thomas J. Caduff, Chefredaktor.

Zur Person
Simon Klein ist Head of ETFs & ETC Sales Europe (ex UK), Deutsche Bank

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